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Erschwingliches Japan

Viele Menschen glauben, Japan sei ein sehr teures Reiseland und die Lebenshaltungskosten seien schier unbezahlbar. Doch das stimmt nicht und viele Japanreisende, besonders jene, die individuell unterwegs waren, haben das preisgünstige Japan für sich entdeckt und erleben das Land der aufgehenden Sonne von seiner bezahlbaren, aber immer noch sehr besonderen Seite. Diese Reisenden genießen Shopping in 100-Yen- und anderen Discount-Shops, Essen typisch japansiche Küche ohne teure Restaurants aufzusuchen und machen gebrauch von vielen vergünstigten Angeboten. Einige Hinweise dazu finden Sie in unseren Reisetipps.

Hier können Sie unser Informationsblatt "Erschwingliches Japan" downloaden:
pdf.gif Erschwingliches Japan


Weitere nützliche Tipps gibt es hier:  
pdf.gif Japan for free

pdf.gif Japan mit erschwinglichen Preisen



Tipps von Japanreisenden für Japanreisende


Für viele interessante Tipps und Anekdoten besuchen Sie den interessanten Blog der Japan-Scouts und lassen Sie sich zu eigenen Erfahrungsberichten inspirieren! Sie haben bereits eine Internetseite über ihre Japanreise erstellt oder wollen Reiseberichte schreiben? Teilen Sie dies anderen Japaninteressierten in usnerem Forum mit oder nehmen Sie an unserem Aufsatzwettbewerb teil und verraten ihre Geheimtipps für eine günstige Japanreise.

 

Im Rahmen unseres Aufsatzwettbewerbes haben uns japanerfahrene Reisende ihre Tipps und Kniffe für die Gestaltung einer kostengünstigen Japanreise verraten! Die neusten Empfehlungen finden Sie hier:

(Da wir nicht alle Beiträge in Gänze veröffentlichen können, werden Auslassungen mit [...] bezeichnet. Weitere Beiträge sind willkommen und können hier eingereicht werden.)


Erschwingliches Japan

Von: Dr. Angela Henke, Oldenburg, Reisezeit: November 2006

Um eine Japan-Reise möglichst erschwinglich zu gestalten, sollte sie zu einem Zeitpunkt stattfinden, zu dem ein günstiger Wechselkurs besteht. Der Wechselkurs kann z.B. unter http://www.convertworld.com/de/wahrung/Japan.html abgefragt werden. Der günstigste Flug kann über eine Internet-Vergleichssuchmaschine ausfindig gemacht werden. Aktuelle Vergleichssuchmaschinen findet man, indem man in eine normale Suchmaschine die Stichworte "Flüge" und Vergleich" eingibt. Nach Anzeige der günstigsten Flugverbindung durch die Vergleichssuchmaschine sollte der Flugpreis mit dem Direktpreis auf der Homepage der angezeigten Fluggesellschaft abgeglichen werden, der manchmal noch günstiger sein kann.

Die kostengünstigste Art für ausländische Touristen, Japan zu bereisen, ist der Japan Rail Pass (http://www.japanrailpass.net). Bereits vor dem Abflug nach Japan ist im Heimatland zum Zwecke des späteren Umtauschs in einen Japan Rail Pass bei einer dafür zugelassenen Verkaufsstelle ein Japan Rail Pass Voucher zu bestellen. Der Voucher ist nicht in Japan erhältlich. Ohne den Voucher wird in Japan kein Rail Pass ausgestellt. Der Voucher kann nach der Ankunft bei bestimmten JR-Zugstationen bis zu drei Monaten nach dem Kaufdatum in den Japan Rail Pass getauscht werden. Der Japan Rail Pass gilt in fast allen Zügen, einschließlich des Narita Express. Zudem können mit ihm vor jeder Zugfahrt kostenlos Sitzplätze reserviert werden. Auch am Narita Airport kann der Japan Rail Pass Voucher in den Japan Rail Pass eingetauscht werden. Sowohl im Terminal 1 als auch im Terminal 2 ist dies möglich entweder beim JR East Travel Service Center oder beim JR Ticket Office. Die Zugreiseroute kann individuell unter http://www.hyperdia.com zusammengestellt werden.

In Japan gibt es zahlreiche Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, die kostenlos sind. In Tokyo gehören dazu z.B. ein Besuch des Parlamentsgebäudes, wo wochentags eine ca. einstündige Führung durch das sog. House of Councillors (http://www.sangiin.go.jp/eng/index.htm) angeboten wird. Kostenlose Ausblicke auf die Stadt können vom Metropolitan Government Building (http://www.metro.tokyo.jp/) und vom Shinjuku Centre Building (http://gojapan.about.com/od/shinjukuareaattraction/p/shinjukucenterb.htm) genossen werden. An Feier- und Festtagen können an den Schreinen die traditionellen Feierlichkeiten beobachtet werden, z.B. am Meji-Schrein am 15. November die Shichi-go-san-Festlichkeiten, bei denen drei und sieben Jahre alte Mädchen sowie fünfjährige Jungen in Kimonos gekleidet mit ihren Eltern den Schrein aufsuchen (http://www.ginkoya.com/pages/shigosan.html). In Kyoto ist z.B. kostenlos die Besichtigung des Kaiserpalasts mit englischsprachiger Führung nach vorheriger Anmeldung (http://sankan.kunaicho.go.jp/english/guide/kyoto.html). An vielen Orten in Japan gibt es einen Good-Will-Service, d.h. Einheimische bieten ehrenamtlich Führungen an (http://www.jnto.go.jp/eng/arrange/essential/guideservice.html).

Wer als Tourist größere Anschaffungen tätigt, erhält die Mehrwertsteuer zurück. Auf diese Weise kann man auch gut zu Bargeld gelangen, indem man zunächst mit der Karte die Anschaffung tätigt und sich die Mehrwertsteuer in bar auszahlen lässt.



Tôkyô für „arme Studenten“


von Julia Heinrich, Herne

Bevor ich das erste Mal nach Japan gereist bin, dachte ich, dass ich dorthin Unmengen an Geld mitnehmen müsste um allein einigermaßen über die Runden zu kommen. Überraschenderweise ist dem jedoch nicht so, wenn man nur weiß, wo man günstig schlafen, essen oder sogar feiern gehen kann.

Ich selber bin noch Studentin und von daher ziemlich robust und anspruchslos, sodass ich denke, diese Tipps könnten gerade für Studenten, Schüler oder andere (junge) Leute, die ein knappes Budget haben, interessant sein.

Gewohnt habe ich während meines Aufenthalts in einem Hotel im Tôkyôter Stadtteil Minami Senjû, unter den Japanern eher als unschöne Ecke verschrien (ein Japaner, als ich ihm erzählte, wo mein Hotel ist: „Da kannst du doch nicht wohnen!“), meiner Meinung nach aber nicht annähernd so schlimm, wie eine schlimme Ecke in einer mittelgroßen Stadt in Deutschland. [...] Vorteil an Minami Senjû ist, dass es ab der JR-Station „Minami Senjû“ mit dem JR nur wenige Minuten bis Ueno und Asakusa sind. Je nach dem wo man wohnt, kann man Ueno auch zu Fuß in ca. 20 bis 30 Minuten erreichen. Die Hotels in der Gegend sind sehr günstig. Für ein Medium-Size Zimmer habe ich pro Übernachtung 2700 Yen gezahlt, bei dem damaligen Kurs waren das ca. 17 Euro. Das Zimmer war zwar ziemlich klein, aber es hatte Klimaanlage und TV und sauber war es auch. Essen war nicht inklusive aber ein Convenience-Store war keine 5 Minuten entfernt, sodass ich mir dort Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Snacks für kleines Geld rund um die Uhr kaufen konnte. Häufig habe ich auch in 180-Yen-Ramen-Shops gegessen. Eine „Standart-Portion“ dieser Nudelsuppe gibt es dort schon ab 180 Yen (keine 2 Euro!!!), weitere Extras dann mit Aufpreis (Fleisch, besondere Sauce, etc.). Die Portionen sind meiner Meinung nach ordentlich, also ein super Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wo wir schon mal bei Discount-Preisen sind: Wenn man günstige Mitbringsel sucht, sollte man einmal in einen der zahlreichen 100-Yen-Shops gehen. Hier gibt es von Hello Kitty über Stäbchen, Fächer bis Teetassen und japanische Süßigkeiten alles für 100 Yen (105 Yen incl. Steuern). Da kann man stundenlang stöbern.

Ein Tipp von mir für alle die Tôkyô mal von Oben sehen wollen und keine Lust haben an die 1000 Yen für den Tôkyô-Tower auszugeben: Im Rathaus Shinjuku kann man vom 45ten Stock aus über Tôkyô blicken und das für lau! Auch am Abend ein toller Anblick, da man das Lichtermeer der Stadt sehen kann.

Wer dann noch fit ist um in die Disko zu gehen und einen Abend mit Black, House und Charts ganz anständig findet, sollte mal in Roppongi das 911 Black besuchen. Der Eintritt (war zumindest letztes Jahr, 2007, so) ist oft umsonst. Ich war mittwochs und donnerstags dort und habe nie Eintritt bezahlt. Dresscode: Nicht zu sportlich (keine kurzen Hosen, Männer!). Da aber jeder rein und raus kann wie er will, sollte man seine Wertsachen im Auge behalten, denn Langfinger gibt es auch in Japan. Die Getränke sind nicht besonders günstig, aber es gibt in der Nähe viele Conbinis, sodass man sich dort ein leckeres Asahi oder Kirin kaufen kann (aber bitte nicht auf offener Straße trinken und in Japan erst ab 20 Jahren!!!).

Wer dann nach soviel Sightseeing, Shopping, Essen und Party (leider) wieder abreisen muss, kommt für 1000 Yen mit dem Keisei Limited Express in einer guten Stunde von Tôkyô nach Narita. Soll meines Wissens nach eine der günstigeren Methoden sein nach Narita zu fahren.

Japan muss nicht teuer sein, man muss nur wissen wie! Viel Spaß!


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